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Gemeinde im Wandel

Wenn auswärtige Besucher nach Neuwittenbek kommen, finden sie nach eigenem Bekunden ein schönes und lebendiges Dorf vor, in dem es sich gut leben lässt. Dieser Eindruck ist absolut richtig, denn wir leben gern in unserer Gemeinde. Dieses Wohlempfinden ist aber nicht selbstverständlich und ergibt sich auch nicht von selbst.
In den vergangenen 35 Jahren hat unsere Gemeinde zahlreiche Veränderungen erfahren. Im positiven wie negativen Sinne. Es gab auch einige Herausforderungen, die den Dorffrieden nachhaltig gefährdeten.
Dieser Prozess wird sich fortsetzen, denn nichts ist so beständig wie der Wandel. Die Bürger und  ihre gewählten politischen Vertreter müssen sich aktuell und auch in Zukunft mit neuen Veränderungen und Herausforderungen auseinandersetzen.
Es lohnt, sich zu engagieren, denn überspitzt gesagt gilt der Spruch: „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren“. Oder um es milder auszudrücken: „Nichts bleibt wie es ist, alles verändert sich fortlaufend, im guten wie im schlechten. Es liegt an uns den richtigen Weg zu gehen, an uns allen. Es lohnt sich, trotz aller Mühen: machen Sie mit.

Zum 1. Januar 1984 fand die Umgemeindung der Ortsteile Altwittenbek, Levensau und Fahrenhorst statt, die zuvor zur Gemeinde Felm gehörten.
 

 

Am 27. September 1986 hielt der letzte Zug in Neuwittenbek. Bis heute gibt es verschiedene Bemühungen, den Haltepunkt in Neuwittenbek wieder zu eröffnen oder ein verbessertes Bus-Angebot zu erreichen. Ganz aktuell befasst sich ein Arbeitskreis „ÖPNV“ unter der Leitung von Georg Cassel  mit diesen Themen.
 

Am 20.9.1988 fand der erste Spatenstich für die Ortsentwässerung statt, am 20. Juli 1989 begann der zweite Bauabschnitt. Die Fertigstellung erfolgte im Jahr 1990.

 
Ebenfalls 1990 wurden Pläne für eine große Bauschuttdeponie am Annenhof bekannt. Die Bürgerinitiative BI ELAN wurde gegründet, nahm den Kampf auf und gewann.

Im gleichen Jahr feierte die Freiwillige Feuerwehr ihr 100 jähriges Bestehen und die Bauarbeiten für das neue Feuerwehrgerätehaus begannen. Nach zweijähriger Bauzeit erfolgte am 15. Mai 1992 die feierliche Übergabe.
 

 

 

In Warleberg öffnete 1992 das Obstcafé inmitten der am Nord-Ostsee-Kanal neu angelegten Obstplantagen erstmals seine Pforten. Es ist bis heute ein saisonbetriebenes Naherholungsziel.

 

Der Kaufmannsladen von Otto Schröder schloss im Oktober 1992 nach 60 Jahren sein Geschäft. Das hinterliess eine große Lücke, bis Uta Ambrosius und Maret Bruhn im April 1997 den „Wittenbeker Höker“ in den gemeindeeigenen ehemaligen Räumen der  Raiffeisenbank eröffneten. Er entwickelte sich zum beliebten Dorftreff und wird seit Anfang 2017 von Claudia Laparose geführt. In all den Jahren konnte diese für Neuwittenbek sehr wichtige soziale Einrichtung auch durch Unterstützung der Gemeinde aufrechterhalten werden, so etwa durch die Realisierung eines Anbaus

Am 2. Mai 1997 fand der erste Spatenstich für die Erschließung des Neubaugebiets „Imbrook“ statt.

Die Grundschule brauchte mehr Platz, deshalb erfolgte im März 1999 der Baubeginn für die Erweiterung. Dadurch wurde ein zusätzlicher Klassenraum, WCs sowie Lehrerzimmer und im Obergeschoss ein gemeindlicher Gemeinschaftsraum geschaffen.

 

Im Jahr 2000  schloss die Gaststätte „Zur Linde“  ihre Tore - ein schmerzhafter Verlust für das soziale  Leben in der Gemeinde. Letztlich musste auch das Traditionslokal  „Gasthof  Landwehr“  im Jahr ……. schließen.  Einzig der Gasthof „Zur Schweinsgeige“ in Levensau blieb erhalten. Er fand 2015 nach kurzen Turbulenzen mit Frau Blase eine neue Eigentümerin und Betreiberin.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends erzeugten die Pläne zur Erweiterung des Holtenauer Flughafens auch in Neuwittenbek starken Widerstand. Zahlreiche Bürger und  auch die Gemeinde selbst engagierten sich in der „ Bürgerinitiative gegen die Startbahnverlängerung Kiel-Holtenau e.V.“ Die Ausbaupläne konnten bisher nicht realisiert werden.
 

Die Erweiterung des Kindergartens und der Anbau des Mehrzweckraumes an die Klaus-Stein-Halle erfolgten im Jahr 2010. Einher ging die energetische Sanierung von Schule und Kindergarten.

 

 

Ebenfalls im Jahr 2010 wurde das bestehende Betriebsgebäude am Klärwerk  erweitert und im Gegenzug das alte Feuerwehrgerätehaus abgerissen.
 

Zur Ende 2011  nahm am Annenhof eine Agrargasanlage ihren Betrieb  auf. Zeit plant der Betreiber der Anlage eine Erweiterung; das Vorhaben wird  momentan in den politischen Gremien behandelt.

2012 wurde das gemeindeeigene ehemalige Lehrerwohnhaus energetisch saniert.

Die Pläne zum Fracking, dem Aufbrechen unterirdischer Gesteinsschichten mittels eingepreßter Chemikaliengemische zur günstigeren Erdölförderung, erzeugte auch in Neuwittenbek Widerstand . Die Gemeinde sprach und spricht sich aus Sorge um unser Trinkwasser auch weiterhin  gegen derartige Pläne aus, die derzeit wieder  diskutiert werden.

Seit dem vergangen Jahr erregen die Regionalpläne der vorherigen Landesregierung zum Ausbau der Windenergienutzung die Gemüter. Im Bereich Annenhof / Warleberger Mühle ist eine Windpark-Eignungsfläche vorgesehen.  Dagegen formierte sich umgehend Widerstand in Form einer Bürgerinitiative, und die Gemeindevertretung forderte größere Abstände zur Wohnbebauung.  Zur Zeit überarbeitet die neue Landesregierung die zugrunde liegenden Regionalpläne. Es bleibt zu hoffen, dass die Wünsche und Forderungen der Gemeinde und der betroffenen Anwohnern berücksichtigt werden.  
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Der Nord-Ostsee-Kanal ist stilprägend für das Landschaftsbild unserer Gemeinde. Der bevorstehende Ausbau der Oststrecke wird dieses Landschaftsbild maßgeblich verändern: Der Kanal wird näher an Altwittenbek heranrücken. Und zwischen Warleberg und Neuwittenbek sollen ca. 4 Mio. Kubikmeter Bodenaushub zu einem bis zu 12 Meter hohen Hügel aufgeschüttet werden. Der Ausbau bringt erhebliche Belastungen für Mensch und Umwelt, ebenso wie der Ersatzbau  für die alte Levensauer Hochbrücke. Die Gemeindegremien haben sich damit intensiv auseinandergesetzt, ihre Forderungen in  beide Planfeststellungsverfahren eingebracht und so deutliche Verbesserungen erwirkt..

Die Klaus-Stein-Halle ist der zentrale Veranstaltungsort unserer Gemeinde für den Kindergarten-, Schul- und Vereinssport wie auch für zahlreiche außersportliche Aktivitäten. In den 40 Jahren seit der Einweihung hat der Zahn der Zeit deutliche Spuren an dem Bauwerk hinterlassen. Deshalb hat die Gemeindevertretung im vergangenen Jahr nach langer,  intensiver  und zum Teil  kontroverser Diskussion den Weg für die Sanierung der Halle geebnet, um sie für die nächsten Jahrzehnte fit zu machen. Die Arbeiten haben bereits begonnen und sollen im Mai abgeschlossen sein. Im selben Zuge wird auch die gemeinsame Heizungsanlage für Schule und Sporthalle modernisiert. Die Investitionskosten für die Heizungsanlage  werden sich durch den geringeren Energieverbrauch bereits nach 12 Jahren amortisiert haben.

Ebenfalls im vergangen Jahr haben Gemeindevertreter und interessierte Bürger in einer Reihe von Arbeitskreisen, neudeutsch Workshops, den amtsweiten „Zukunftsplan Daseinsvorsorge“ erarbeitet. Hier  sind viele Ideen entwickelt und Wünsche dargelegt worden; den  Zukunftsplan mit Leben zu erfüllen ist jetzt Aufgabe aller.
Anfang diesen Jahres wurde in der Einwohnerversammlung der erste Entwurf eines Innenbereichsgutachtens für die Gemeinde Neuwittenbek vorgestellt. Ein solches Gutachten ist die Voraussetzung für die bauliche Weiterentwicklung der Gemeinde. Jetzt sind Bürger und Gemeindegremien aufgefordert, in den kommenden Monaten ihre Vorstellungen hierzu einzubringen.

 

 

 
Abgeordnete

Ulrike Rodust
Ulrike Rodust
EU-Abgeordnete
www.ulrike-rodust.de


Serpil Midyatli
Landtagsabgeordnete
http://serpil-midyatli.de

S├Ânke Rix
Sönke Rix
Bundestagsabgeordneter
für RD-ECK, WK 04
www.soenke-rix.de

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